Konzernabschluss

ZENTRALE INDIKATOREN FÜR DEN KONZERNABSCHLUSS


         
         
 
2010
2009
Veränderung wie berichtet
Veränderung zu konstanten Wechselkursen
Anzahl der Behandlungen 31.670.702 29.425.758 8%
Organisches Behandlungswachstum 4,6% 4,1%
Umsatz 12.053 11.247 7% 7%
Bruttoergebnis 34,4% 34,1%
Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten
17,6% 17,6%
Konzernergebnis (Ergebnis, das auf die Anteilseigner der FMC AG & Co. KGaA entfällt) 979 891 10%

Die Behandlungen stiegen im Geschäftsjahr 2010 gegenüber dem Vorjahr um 8% an. Hierzu trugen das organische Behandlungswachstum 5% und Akquisitionen 4% bei. Gegenläufig wirkte sich der Effekt von Klinikverkäufen und -schließungen (1%) aus.

Am 31. Dezember 2010 besaß, betrieb oder leitete die Gesellschaft (ohne von der Gesellschaft geleitete, aber nicht konsolidierte Kliniken in den USA) 2.757 Kliniken im Vergleich zu 2.553 Kliniken am 31. Dezember 2009. Im Geschäftsjahr 2010 übernahm die Gesellschaft 168 Kliniken, eröffnete 90 Kliniken und schloss oder verkaufte 54 Kliniken. Die Anzahl der behandelten Patienten in Kliniken, die die Gesellschaft besitzt, betreibt oder leitet (ohne von der Gesellschaft geleitete, aber nicht konsolidierte Kliniken in den USA), stieg um 10% von 195.651 am 31. Dezember 2009 auf 214.648 am 31. Dezember 2010. Einschließlich der 30 Kliniken, die die Gesellschaft in den USA leitet, aber nicht konsolidiert, betrug die Gesamtanzahl der Patienten 216.286.

Die Umsätze stiegen im Geschäftsjahr 2010 gegenüber dem Geschäftsjahr 2009 um 7% (7% zu konstanten Wechselkursen) aufgrund des Umsatzwachstums sowohl aus Dialysedienstleistungen als auch aus Dialyseprodukten.

Der Umsatz aus Dialysedienstleistungen erhöhte sich um 9% (9% zu konstanten Wechselkursen) von 8.350 MIO US $ im Geschäftsjahr 2009 auf 9.070 MIO US $ im Geschäftsjahr 2010. Der Anstieg ist hauptsächlich zurückzuführen auf ein organisches Behandlungswachstum von 5%, dem Beitrag aus Akquisitionen von 3% und einer Steigerung der Erlöse je Behandlung von 2%. Dies wurde teilweise ausgeglichen durch Klinikverkäufe und -schließungen (1%).

Der Umsatz aus dem Vertrieb von Dialyseprodukten stieg von 2.897 MIO US $ im Geschäftsjahr 2009 um 3% (3% zu konstanten Wechselkursen) auf 2.983 MIO US $ im Geschäftsjahr 2010. Die Erhöhung ist zurückzuführen auf gestiegene Umsätze mit Hämodialyseprodukten, insbesondere Dialysatoren, Lösungen und Konzentraten, Blutschläuchen und Produkten für die Akutdialyse sowie für Dialysegeräte. Gegenläufig wirkten sich sinkende Umsätze von Arzneimitteln zur Behandlung von Nierenerkrankungen aus.

Der Anstieg der Bruttoergebnismarge ergab sich aus einem Anstieg der Bruttoergebnismarge in Nordamerika, teilweise ausgeglichen durch einen Rückgang im Segment International. Der Anstieg in Nordamerika beruhte auf gestiegenen Erlösen je Behandlung und günstigeren Kosten für Arzneimittel. Die Verringerung im Segment International ist auf die positive Auswirkung aus der im Vorjahreszeitraum 2009 vorgenommenen Anpassung der Bewertung der Vorräte und geringere Bruttoergebnismargen kürzlich erworbener Kliniken zurückzuführen. Diese Effekte wurden teilweise durch positive Auswirkungen von Wechselkursänderungen in Europa und Asien Pazifik und Wachstum im chinesischen Produktgeschäft ausgeglichen.

Die Vertriebskosten und die allgemeinen Verwaltungskosten stiegen von 1.982 MIO US $ im Geschäftsjahr 2009 auf 2.124 MIO US $ im Geschäftsjahr 2010. In Prozent vom Umsatz blieben die Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten im Geschäftsjahr 2010 unverändert bei 17,6% im Vergleich zum Geschäftsjahr 2009. Dies ist auf einen Anstieg in Nordamerika zurückzuführen, der durch einen Rückgang im Segment International ausgeglichen wurde. Der Anstieg in Nordamerika resultierte aus einem höheren Personalaufwand und Spenden an US-amerikanische Wohlfahrtsverbände zu Gunsten von Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz, teilweise ausgeglichen durch Größenvorteile. Der Rückgang im Segment International beruht im Wesentlichen auf Größenvorteilen und stärkerem Wachstum im Bereich Dialysedienstleistungen, der sich durch niedrigere Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten in Prozent vom Umsatz auszeichnet. Dies wurde teilweise ausgeglichen durch eine einmalige Neubewertung der Bilanz der in Venezuela operierenden Tochtergesellschaften der Gesellschaft, die durch die Abwertung des venezolanischen Bolivar in Folge einer Hochinflation notwendig geworden war. Die Aufwendungen für Wertberichtigungen auf Forderungen betrugen im Geschäftsjahr 2010 218 MIO US $ gegenüber 210 MIO US $ im Geschäftsjahr 2009 und entsprachen damit 1,8% bzw. 1,9% vom Umsatz im Geschäftsjahr 2010 bzw. 2009.

Die Forschungs- und Entwicklungskosten stiegen von 94 MIO US $ im Geschäftsjahr 2009 auf 97 MIO US $ im Geschäftsjahr 2010.

Das operative Ergebnis erhöhte sich von 1.756 MIO US $ im Geschäftsjahr 2009 auf 1.924 MIO US $ im Geschäftsjahr 2010. In Prozent vom Umsatz (operative Marge) stieg es von 15,6% im Geschäftsjahr 2009 auf 16,0% für das Geschäftsjahr 2010 aufgrund des wie vorstehend beschriebenen Anstiegs der Bruttoergebnismargen.

Der Zinsaufwand sank um 5% von 321 MIO US $ auf 305 MIO US $ für das Geschäftsjahr 2009 und 2010, hauptsächlich aufgrund gesunkener kurzfristiger Zinssätze.

Die Ertragsteuern stiegen von 491 MIO US $ im Geschäftsjahr 2009 auf 578 MIO US $ im Geschäftsjahr 2010. Der effektive Steuersatz erhöhte sich von 33,7% im Geschäftsjahr 2009 auf 35,2% für das Geschäftsjahr 2010. Wesentliche Gründe für die Erhöhung waren höhere unrealisierte Steuervorteile, niedrigere Steuereffekte aus internen Finanzierungen und die Auswirkung der nicht abzugsfähigen Verluste in Venezuela als Ergebnis der inflationsbereinigten Rechnungslegung. Diese Effekte wurden zum Teil durch die Auflösung von Wertberichtigungen auf aktive latente Steuern für steuerliche Verlustvorträge aufgrund von Anpassungen in der Geschäftstätigkeit der entsprechenden Gesellschaften ausgeglichen.

Das Ergebnis, das auf die Anteilseigner der FMC AG & Co. KGaA entfällt, erhöhte sich von 891 MIO US $ für das Geschäftsjahr 2009 auf 979 MIO US $ für das Geschäftsjahr 2010. Der Anstieg ist auf die oben angeführten Gründe zurückzuführen.

Die Gesellschaft beschäftigte zum 31. Dezember 2010 73.452 Personen (ermittelt auf Vollzeitbeschäftigungsbasis) im Vergleich zu 67.988 Personen zum 31. Dezember 2009, ein Anstieg von 8%, der hauptsächlich aus dem allgemeinen Wachstum der Geschäftsbereiche der Gesellschaft und Akquisitionen resultiert.

Die folgenden Erörterungen beziehen sich auf die operativen Segmente der Gesellschaft und auf die Kenngrößen, welche die Gesellschaft zur Führung dieser Segmente zu Grunde legt.

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