Risikomanagementsystem

Unser Risikomanagement ist Teil des integrierten Managementsystems und basiert sowohl auf einem konzernweiten Controlling als auch auf einem internen Überwachungssystem. Im Rahmen dieses Überwachungssystems werden die branchen- und marktbezogenen Risiken, die in den einzelnen Regionen auftreten, identifiziert, bewertet, aggregiert und bis zur Konzernebene kommuniziert. Zweimal im Jahr legen die verantwortlichen Risikomanager dem Vorstand aggregierte Statusberichte vor. Diese enthalten qualitative und quantitative Einschätzungen der Eintrittswahrscheinlichkeit und der möglichen Schadenshöhe der identifizierten Risiken, die den Konzern gefährden könnten. Im Fall von wesentlichen neu erkannten Risiken wird der Vorstand zudem direkt und umgehend informiert; zu unserer „Risikoberichterstattung“ (  siehe Grafik 2.8.1). Das Risikomanagement und die Befassung mit dem Statusbericht sind darüber hinaus regelmäßiger Bestandteil der Sitzungen des Prüfungs- und Corporate-Governance-Ausschusses des Aufsichtsrats. Weitere Informationen finden Sie im „Bericht des Aufsichtsrats“

Über das Risikoreporting hinaus ist auch das klassische Berichtswesen gegenüber der Unternehmensführung eine wichtige Grundlage für die Risikosteuerung und -kontrolle sowie das zeitnahe Ergreifen von Maßnahmen der Risikovorsorge. Daher wird das Management von Fresenius Medical Care monatlich und quartalsweise über die Branchensituation, das operative und nichtoperative Geschäft sowie über Analysen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage informiert.

Das Risikomanagementsystem wird auch durch unsere interne Revisionsabteilung gestärkt. Die Abteilung arbeitet gemäß dem international anerkannten Standard des Fachverbandes Institute of Internal Auditors (IIA) und ist als globale Einheit überregional tätig. Die jährliche Festlegung der durchzuführenden weltweiten Revisionen erfolgt unter Anwendung eines Auswahlmodells, in dem verschiedene Risiken berücksichtigt werden. Dieser Revisionsplan wird vom Vorstand geprüft und abschließend vom Prüfungs- und Corporate-Governance-Ausschuss des Aufsichtsrats genehmigt. Der Plan umfasst Bilanzprüfungen einzelner Einheiten, aber auch ganzheitliche Revisionen aller Geschäftsprozesse eines Tochterunternehmens oder einer Geschäftseinheit. Alle Prüfungsberichte aus dem Prüfungsplan werden dem Vorstand und dem externen Abschlussprüfer vorgelegt. Zu den Aufgaben der Revision gehört auch die Überwachung der Umsetzung der in den Berichten dokumentierten Maßnahmen. Der Vorstand wird regelmäßig über den Umsetzungsfortschritt informiert. Darüber hinaus wird dem Prüfungs- und Corporate-Governance-Ausschuss des Aufsichtsrats über die Ergebnisse Auskunft erteilt. Im Geschäftsjahr 2010 wurden insgesamt 33 Prüfungen durchgeführt. Dazu gehörten auch so genannte Full Scope Audits – Revisionen sämtlicher Geschäftsprozesse –, unter anderem an unseren Standorten in Argentinien und China.

Bei Fresenius Medical Care sind Umfang und Ausrichtung der Organisation und der Systeme zur Identifikation und Bewertung von Risiken funktionsfähig eingerichtet. Mittels unternehmens­spezifischer Maßnahmen ist die Entwicklung von Gegenmaßnahmen beziehungsweise die Vermeidung von Risiken möglich. Das bestehende System ist geeignet, solche Entwicklungen frühzeitig zu erkennen, die den Fortbestand des Konzerns gefährden können. Dennoch kann keine absolute Sicherheit gegeben werden, dass dies eine vollumfängliche Identifikation und Steuerung der Risiken ermöglicht.

Risikoberichterstattung
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