Therapiekonzept von Fresenius Medical Care
Ganzheitlich wie unser Geschäftsmodell der vertikalen Integration (siehe Grafik 2.5.1) ist auch unser Qualitätsverständnis bei Dialysetherapien und zusätzlichen Service-Angeboten: Mit den Marken UltraCare in Nordamerika sowie NephroCare in den Regionen EMEALA (Europa, Naher Osten, Afrika, Lateinamerika) und Asien-Pazifik haben wir ein umfassendes Therapiekonzept zum Standard in unseren Kliniken und bei der Heimdialyse gemacht. Dieses Konzept fußt auf den folgenden Prinzipien:
- Unsere Qualitätsstandards bei Dialysedienstleistungen sind darauf ausgerichtet, den Patienten die besten verfügbaren Therapien zu bieten.
- Wir setzen in unseren Kliniken und bei der Betreuung von Heimdialyse-Patienten die unternehmenseigenen hochwertigen Produkte, Medikamente und Verfahren ein; diese werden von unserer Forschung und Entwicklung stetig weiterentwickelt.
- Wir bieten unseren Patienten eine umfassende Therapie und medizinische Beratung durch qualifizierte, motivierte Klinikmitarbeiter und Ärzte.
- Wir schaffen in unseren Kliniken eine sichere und angenehme Atmosphäre für Patienten und Mitarbeiter.
- Wir steigern systematisch unsere Leistung und Effizienz, indem wir fortlaufend eigene klinische Behandlungsdaten erheben und miteinander vergleichen, nach externen wie internen Qualitätsstandards arbeiten und unsere Kliniken professionell führen.
Gemäß diesen Prinzipien gelten für unsere Dialysekliniken besondere Richtlinien, zum Beispiel für die Pflege der Patienten, die Hygiene im Klinikalltag, die Architektur unserer Einrichtungen und die Wasserreinheit bei der Behandlung. Spezialistenteams helfen den Ländern dabei, diese Standards umzusetzen und dauerhaft einzuhalten. Da wir unsere Patienten umfassend betreuen möchten, werden unsere Teams aus Ärzten und Dialysefachkräften in den Kliniken zum Teil durch Ernährungsspezialisten und Sozialpädagogen unterstützt. Für die Beratung rund um das Leben mit der Dialyse erstellen wir zudem eigene Aufklärungsmaterialien, wie Filme oder Patientenzeitschriften – zum Beispiel „PatientLine“ in den USA oder „NephroCare for me“ in der Region EMEALA.
In Nordamerika fördern verschiedene Beiräte mit ihrer Arbeit die Weiterentwicklung unserer Standards und Services. Beispielsweise befasst sich ein Beirat für Sozialarbeit mit psychosozialen Belangen der Patienten und konzipiert Fortbildungsprogramme für unsere Sozialpädagogen; ein vergleichbares Gremium für Dialyseschwestern entwickelt Richtlinien und Verfahren für den Klinikalltag weiter. Medizinische Beiräte unterstützen uns sowohl auf regionaler Ebene als auch unternehmensweit bei der Zusammenarbeit mit Nierenfachärzten, um die bestmöglichen Behandlungsergebnisse für unsere Patienten zu erzielen. Der Patientenbeirat setzt sich aus Patienten aller Regionen in den USA zusammen, in denen wir Kliniken betreiben; er berät uns unter anderem dabei, wie wir gesundheitliche Aufklärungsmaterialien noch anschaulicher gestalten können.
Auch im Segment International pflegen wir den direkten Dialog mit unseren Patienten, um unsere Dienstleistungen kontinuierlich zu verbessern. Zu diesem Zweck haben wir zum Beispiel in Großbritannien erstmals im vergangenen Jahr einen Runden Tisch durchgeführt, der nun regelmäßig stattfinden soll.