Wir wollen mit unserer einzigartigen Erfahrung in der Bereitstellung hochwertiger Dialyseprodukte und -dienstleistungen weltweit der bevorzugte Partner für unsere Patienten und Kunden sein. Dazu soll unsere Forschung und Entwicklung (F&E) mit marktnahen Produktverbesserungen und Neuentwicklungen wesentlich beitragen. Unsere F&E-Teams richten ihre Arbeit eng an den Bedürfnissen unserer verschiedenen Anspruchsgruppen aus und beobachten aufmerksam, wie sich diese Bedürfnisse im Zuge gesellschaftlicher, wissenschaftlicher und gesundheitspolitischer Trends verändern. Dabei helfen ihnen besonders die Erfahrungen und Einschätzungen der Ärzte, Pfleger und Patienten in unserem eigenen Kliniknetz. Darüber hinaus tauschen sich unsere F&E-Mitarbeiter regelmäßig mit internationalen Experten und Forschungseinrichtungen aus und arbeiten mit diesen auch direkt zusammen, um die Lebensqualität von Nierenpatienten weiter zu verbessern. Das Ziel lautet hier: die führende Marktposition von Fresenius Medical Care in der Dialyse zu festigen und das Unternehmen auch in neueren, technologisch verwandten Therapiefeldern als innovativen Anbieter zu positionieren.

AUSRICHTUNG DER FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

In unserem Kerngeschäft, der Versorgung von Patienten mit chronischem Nierenversagen, prägen insbesondere die folgenden Bedürfnisse und Trends unsere F&E-Arbeit:

Der medizinische und technologische Fortschritt:
Noch ist die Dialyse eine relativ junge Disziplin. Standardmäßig, also mit verlässlich wiederholbaren Ergebnissen, ist sie erst seit rund 50 Jahren im Einsatz. Die komplizierten Wechselwirkungen und Begleiterscheinungen, die auftreten, wenn die Nieren versagen, werden jedoch immer besser erforscht. Parallel zu den wachsenden medizinischen Erkenntnissen verbessern sich auch die technologischen Möglichkeiten, Patienten zu therapieren. Für die Forschung und Entwicklung von Fresenius Medical Care bedeutet das: Wir wollen neue Erkenntnisse zügig in marktreife Weiter- und Neuentwicklungen umsetzen und so entscheidend dazu beitragen, Patienten immer schonender, sicherer und individueller zu behandeln. Technologische Trends, die dabei eine Rolle spielen, sind Neuerungen in der Informationstechnologie, Technologien zur schrittweisen Verkleinerung von Produkten sowie zur Vereinfachung ihrer Anwendung, die Integration verschiedener Behandlungselemente zu ganzheitlichen Therapiesystemen sowie der Einsatz vielversprechender Verfahren wie der Adsorber-Technologie. Ein Beispiel dafür, wie wir mit technologischen Innovationen die Behandlung für die Patienten noch sicherer gestalten, finden Sie ab hier.

Die Zunahme von Begleiterkrankungen:
Patienten mit chronischem Nierenversagen werden immer älter – zum einen, weil die Gesellschaft allgemein altert und das Risiko, an terminaler Niereninsuffizienz zu erkranken, mit dem Alter steigt; zum anderen erhöht der medizinische Fortschritt auch die Lebenserwartung von Nierenkranken. Mit zunehmendem Alter der Patienten werden jedoch zugleich Begleiterkrankungen häufiger, etwa schwere Herz- und Gefäßleiden. Diese stellen sich typischerweise ein, wenn der Körper als Folge des Nierenversagens dauerhaft durch Überwässerung belastet ist. Begleiterscheinungen des chronischen Nierenversagens wie diese rücken mit ihrer zunehmenden Verbreitung und den neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen immer stärker in den Fokus unserer Forschung und Entwicklung – in Form von Diagnose- und Therapiesystemen, die über die eigentliche Dialyse hinausgehen. Ein Beispiel für ein solches Diagnoseinstrument finden Sie hier.

Das anhaltende Wachstum der Patientenzahlen:
Immer mehr Menschen leiden an chronischem Nierenversagen – bis zum Jahr 2020 werden es voraussichtlich fast 4 MIO weltweit sein. Beschleunigt wird dieser Trend durch die Zunahme von Bluthochdruck und Diabetes – typischen Vorerkrankungen des Nierenversagens, die sich durch „Wohlstandsphänomene“ wie Bewegungsmangel, ungesunde Ernährung und Übergewicht rund um den Globus immer schneller verbreiten. Ein Schwerpunkt unserer Forschung und Entwicklung sind deshalb Heimtherapien – die Peritonealdialyse, die Heim-Hämodialyse und langfristig auch die tragbare künstliche Niere – sowie damit verbundene Technologien und Produkte. Denn eine Behandlung zu Hause gewährt dafür geeigneten Patienten siehe hier nicht nur größere Freiheiten in der Gestaltung ihres Lebensalltags; sie entlastet zunehmend auch die begrenzten Kapazitäten der Dialysekliniken und kann Menschen in Gebieten mit schwacher Gesundheitsinfrastruktur überhaupt erst den Zugang zu einer Behandlung ermöglichen. Ein Beispiel für unsere Arbeit auf dem Gebiet der Heimtherapien finden Sie hier.

Der steigende Kostendruck im Gesundheitswesen:
Eine alternde Bevölkerung, die Verbreitung chronischer Leiden und der Anspruch, in der Patientenversorgung neue oder verbesserte Technologien einzusetzen – diese Trends stellen Gesundheitssysteme vor große finanzielle Herausforderungen, wie auch der Weltgesundheitsbericht der WHO (World Health Organization) im Jahr 2010 hervorhebt. Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat diese Situation in den vergangenen Jahren noch verschärft. Umso mehr gilt für Fresenius Medical Care ein Grundsatz, der auch in unseren internen Forschungsrichtlinien festgeschrieben ist: Innovationen müssen nicht nur hochwertig, sondern auch bezahlbar sein, damit die Patienten von ihnen profitieren können. Für uns sind dies auch aus unserer langjährigen Erfahrung als Betreiber eigener Dialysekliniken keine unvereinbaren Ansprüche. Denn eine hochwertige Behandlung ist zugleich kosteneffizient, indem sie Risiken und Komplikationen minimiert und dadurch Zusatzkosten, etwa für Krankenhausaufenthalte, vermeidet. Unsere Forschung und Entwicklung arbeitet gezielt an Produkten und Dienstleistungen, die unsere Kunden dabei unterstützen, Patienten in hoher Qualität und zugleich zu tragbaren Kosten zu versorgen. Beispiele dafür finden Sie hier.

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