Vermögenslage

Unsere Bilanzsumme hat sich im Berichtsjahr erhöht, und die Vermögenslage hat sich 2010 erneut verbessert. In den wesentlichen Bilanzkennzahlen spiegeln sich das nachhaltige Wachstum und der geschäftliche Erfolg unseres Unternehmens wider.

Bilanz- und Vermögenslage

Die Bilanzsumme des Konzerns ist im Jahresvergleich um 8% von 15,821 MRD US $ auf 17,095 MRD US $ gestiegen. Das Anlagevermögen erhöhte sich um 8% und belief sich zum Jahresende 2010 auf 11,94 MRD US $. Das entspricht – unverändert gegenüber dem Vorjahr – etwa 70% der Konzernbilanzsumme. Die absolute Erhöhung des Anlagevermögens ist im Wesentlichen auf Investitionen in Sachanlagen und Akquisitionen zurückzuführen.

Das Anlagevermögen beinhaltet Firmenwerte (Goodwill) in Höhe von 8,14 MRD US $, die hauptsächlich im Zusammenhang mit dem Erwerb der Renal Care Group im Jahr 2005 sowie der Gründung von Fresenius Medical Care im Jahr 1996 entstanden sind. Die Erhöhung des Goodwill gegenüber dem Vorjahreswert von 7,51 MRD US $ resultiert zu einem großen Teil aus den im Berichtsjahr getätigten Akquisitionen. Die Sachanlagen erhöhten sich im Berichtsjahr um 4% auf 2,53 MRD US $, und zwar vor allem aufgrund von Investitionen (516 MIO US $) und Aquisitionen (70 MIO US $) abzüglich Abschreibungen (433 MIO US $) und Abgängen (26 MIO US $). Nähere Informationen dazu finden Sie im Abschnitt „Investitionen und Akquisitionen“.

Das Umlaufvermögen stieg um 9% auf 5,15 MRD US $ (11% zu konstanten Wechselkursen). Die Hauptursache hierfür war der Anstieg sowohl der flüssigen Mittel und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen als auch der sonstigen Vermögensgegenstände. Zum Ende des Geschäftsjahres 2010 verminderten sich die Vorräte im Konzern um 2% auf 809 MIO US $. Währungsbereinigt blieben die Vorräte nahezu unverändert. Diese positive Entwicklung ist hauptsächlich auf den Rückgang der Lagerreichweite der Vorräte zurückzuführen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen 2010 um 13% auf 2,57 MRD US $. Währungsbereinigt entsprach das einer Erhöhung um 15%. Dieser Anstieg lag über dem Umsatzwachstum des Berichtsjahres von 7% und spiegelt die Erhöhung der Forderungslaufzeiten wider. Weitere Informationen dazu finden Sie im Kapitel „Finanzlage“.

Bilanzstruktur - Aktiva
Bilanzstruktur - Passiva

Eigenkapital

Auf der Passivseite der Bilanz erhöhte sich das Eigenkapital um 11% auf 7,52 MRD US $, nach 6,80 MRD US $ im Jahr 2009. Dieser Anstieg war insbesondere bedingt durch das Konzernergebnis (Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA entfällt) von 979 MIO US $ sowie Veränderungen aus der Ausübung von Aktienoptionen in Höhe von 102 MIO US $. Gemindert wurde die Eigenkapitalbasis um die Zahlung der Dividende für das Geschäftsjahr 2009 in Höhe von 232 MIO US $ und durch Währungsumrechnungseffekte von 111 MIO US $. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich im Berichtsjahr um einen Prozentpunkt auf 44%.

Das Fremdkapital inklusive Anteile anderer Gesellschafter mit Put-Optionen stieg auf 9,57 MRD US $, nach 9,02 MRD US $ im Vorjahr. Die Finanzverbindlichkeiten betrugen 5,88 MRD US $ (2009: 5,57 MRD US $), davon entfielen 1.570 MIO US $ auf kurzfristige Finanzverbindlichkeiten (2009: 484 MIO US $). Die mittel- bis langfristigenFinanzverbindlichkeiten beliefen sich auf 4,31 MRD US $, nach 5,0 8 MRD US $ im Jahr 2009. Von den Finanzverbindlichkeiten sind 75% in US $ aufgenommen, nach 77% im Vorjahr.

Im Konzern bestehen keine Rückstellungen, die von wesentlicher Bedeutung sind. Die größte Einzelrückstellung in Höhe von 115 MIO US $ bezieht sich auf den Vergleich zur endgültigen Beilegung der Gläubigeranfechtungsforderungen sowie aller weiteren sich aus dem Insolvenzverfahren von W. R. Grace ergebenden Rechtsangelegenheiten im Zusammenhang mit der National-Medical-Care-Transaktion im Jahr 1996. Wir verweisen hierzu auch auf Anmerkung 18 des Finanzberichts.

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