Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten Geschäftsverlauf
Für das Berichtsjahr hatten wir mit einem Umsatz von mehr als 12 MRD US $ gerechnet. Tatsächlich erreicht haben wir einen Umsatzzuwachs von 7% auf 12,05 MRD US $. Der währungsbereinigte Umsatzzuwachs lag ebenfalls bei 7% und entsprach damit auch unseren Erwartungen. Unsere mittelfristigen Ziele sehen ein durchschnittliches jährliches währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 6 bis 8% vor; siehe auch Abschnitt „Wachstumsstrategie“. Zum Umsatzwachstum im Jahr 2010 haben beide Segmente Nordamerika und International gleichermaßen beigetragen; die Umsatzentwicklung der einzelnen Regionen und Unternehmensbereiche finden Sie im Kapitel „Ertragslage“.
Beim Konzernergebnis hatten wir zu Beginn des abgelaufenen Geschäftsjahres mit einem Wert zwischen 950 und 980 MIO US $ für das Jahr 2010 gerechnet. Im November haben wir das Ziel dann auf 960 bis 980 MIO US $ angehoben. Letztlich belief sich das Konzernergebnis im vergangenen Geschäftsjahr auf 979 MIO US $ (+ 10%) und lag damit am oberen Ende der von uns erwarteten Bandbreite. Die Geschäftsentwicklung verlief speziell in Nordamerika sehr gut, so dass sich die operative Marge für das Unternehmen insgesamt im vergangenen Geschäftsjahr auf 16% (2009: 15,6%) verbessert hat. Ursprünglich hatten wir mit einer operativen Marge auf Vorjahresniveau gerechnet.
Die effektive Steuerquote betrug im Berichtsjahr 35,2% und entwickelte sich damit wie von uns mit 34,5 bis 35,5% zu Beginn des Geschäftsjahres prognostiziert.
Die erwartete kontinuierliche Entwicklung der Dividende spiegelt sich in unserem Dividendenvorschlag wider: Vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung wird die Dividende je Stammaktie um 7% auf 0,65 € (Vorjahr: 0,61 €) steigen. Weitere Informationen zum Dividendenvorschlag finden Sie im Abschnitt „Dividende“.
Für Investitionen hatten wir zu Jahresbeginn etwa 550 bis 650 MIO US $ und für Akquisitionen bis zu 400 MIO US $ vorgesehen. Im August haben wir den Rahmen für Akquisitionen auf bis zu 500 MIO US $ angehoben. Diese Planungen haben wir fast vollständig eingehalten und 507 MIO US $ für Investitionen (netto) sowie 618 MIO US $ für Akquisitionen abzüglich Desinvestitionen verwendet. Weitere Informationen finden Sie im Kapitel „Finanzlage“.
Der operative Cash Flow lag, getragen von der Ergebnisentwicklung und dem weiterhin guten Forderungsmanagement, im Zielbereich von mehr als 10% des Umsatzes: Im Geschäftsjahr 2010 belief sich der operative Cash Flow auf 1,368 MRD US $ und damit bei 11% des Umsatzes.
Der Verschuldungsgrad (Debt-EBITDA-Verhältnis) sollte nach unseren Planungen bis zum Jahresende 2010 auf einen Wert von unter 2,5 sinken. Tatsächlich betrug das Debt-EBITDA-Verhältnis zum Bilanzstichtag 2,38 und entwickelte sich damit entsprechend unseren Planungen.
Die Zahl der Mitarbeiter (durchschnittlich Vollzeitbeschäftigte) von Fresenius Medical Care erhöhte sich von 67.988 zum Jahresende 2009 auf 73.452 Ende 2010 und erreichte damit die erwartete Zahl von über 70.000. Zu der Steigerung trugen das weiterhin starke organische Wachstum des Unternehmens sowie Akquisitionen in allen Regionen bei.
ZIELE UND ERGEBNISSE FÜR 2010 |
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Ergebnisse 2010 |
Ziele 2010 nach Erhöhung im November |
Ziele erreicht |
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| 1Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA entfällt. 2Vorschlag zur Beschlussfassung durch die Hauptversammlung am 12. Mai 2011. | |||||
| Umsatz | + 7% auf 12,05 MRD US $ | > 12 MRD US $ | ![]() |
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| Konzernergebnis1 | + 10% auf 979 MIO US $ | 960 – 980 MIO US $ | ![]() |
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| Dividende2 | + 7% je Stammaktie auf 0,65 € |
kontinuierlicher Anstieg | ![]() |
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| Investitionen, netto | 507 MIO US $ | 550 - 650 MIO US $ | |||
| Akquisitionen, netto | 618 MIO US $ | bis zu 500 MIO US $ | |||
| Steuerquote | 35,2% | 34,5 – 35,5% | ![]() |
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| Debt-EBITDA-Verhältnis | 2,38 | < 2,5 | ![]() |
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| Anzahl der Mitarbeiter | 73.452 | > 70.000 | ![]() |
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| Aufwendungen für Forschung und Entwicklung | 97 MIO US $ | ~ 95 MIO US $ | ![]() |
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| Produkteinführungen | u.a. Dialysemaschine 2008T |
weiterer Ausbau der Produkt- und Dienstleistungspalette |
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Die Höhe der Aufwendungen für Forschung und Entwicklung, mit denen wir die Zukunftsfähigkeit von Fresenius Medical Care stärken und fördern, entsprach mit 97 MIO US $ unserer Zielgröße von etwa 95 MIO US $. Im Vordergrund steht die konstante Weiterentwicklung bestehender Produktgruppen. Details hierzu finden Sie im Kapitel „Forschung und Entwicklung“.
Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im Berichtsjahr war von einem deutlichen Aufschwung gekennzeichnet. Wie von uns erwartet verzeichneten 2010 alle wichtigen Regionen per saldo Steigerungen beim Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr. In einigen Schwellenländern wuchs die Wirtschaft stärker als in den für uns – gemessen an ihrem Anteil am Umsatzvolumen – wichtigsten Märkten USA und Europa. Das Dialysegeschäft von Fresenius Medical Care ist allerdings von der konjunkturellen Entwicklung weniger stark abhängig als andere Branchen. Weitere Informationen zur weltwirtschaftlichen Entwicklung finden Sie im Kapitel „Wirtschaftliches Umfeld“.
Der Dialysemarkt hat sich unseren Erwartungen entsprechend positiv entwickelt: Das Marktvolumen stieg währungsbereinigt um circa 4%, die Zahl der Patienten wuchs weltweit um etwa 7%. Bei der Verteilung der Dialysepatienten nach Behandlungsmethoden ergaben sich gegenüber dem Vorjahr erwartungsgemäß keine wesentlichen Änderungen. Die Hämodialyse blieb auch 2010 die mit Abstand wichtigste Behandlungsmethode bei chronischem Nierenversagen.

Behandlungsmethode für Dialysepatienten, bei der das Blut des Patienten durch Blutschläuche aus Kunststoff in einen speziellen Filter, den Dialysator, fließt. Im Dialysator gelangen die Stoffwechselendprodukte und der Flüssigkeitsüberschuss aus dem Blut in die Dialyselösung. Das gereinigte Blut wird dem Patienten wieder zugeführt. Der Prozess wird durch eine Hämodialysemaschine gesteuert, die Blut pumpt, gerinnungshemmende Mittel zusetzt, den Reinigungsprozess reguliert sowie die Mischung der Dialyselösung und ihre Fließgeschwindigkeit durch das System steuert. Normalerweise erhält ein Patient drei Behandlungen pro Woche, die je drei bis sechs Stunden dauern.