06.1

Finanzglossar

AAktienindex

Kennzahl für die Kursentwicklung des Aktienmarkts insgesamt und / oder von einzelnen Aktiengruppen (z.B. DAX, DOW JONES, STOXX). Aktienindizes sollen den Kapitalanlegern eine Orientierungshilfe für die Tendenz am Aktienmarkt bieten. Ein Index errechnet sich aus einer gewogenen Messzahl für die durchschnittliche Entwicklung der Aktiengesellschaften, die im jeweiligen Index enthalten sind. Aktienindizes werden als Kurs- oder als Performance-Index berechnet.

AAmerican Depositary Receipt (ADR)

Ausgegebene Hinterlegungsscheine für nicht amerianische Aktien, die anstelle der Aktien selbst an den US-Börsen gehandelt werden. Im Sprachgebrauch wird häufig nicht zwischen ADR und ADS (siehe „American Depositary Share“) unterschieden. Aktien von Fresenius Medical Care sind als Stammaktien und als Vorzugsaktien an der New York Stock Exchange in Form von ADRs gelistet.

AAmerican Depositary Share (ADS)

Aktienzertifikat, das an US-Börsen gehandelt wir und (Anteilevon) Aktien eines ausländischen Unternehmens repräsentiert.

BBereinigung von Währungsumrechnungseffekten

Umrechnung der Berichtszahlen unter Zugrundelegug der Wechselkurse der Vorperiode.

BBruttoinLandsprodukt (BIP)

Maß für die gesamtwirtschaftliche Leistung einerVolkswirtschaft, die innerhalb eines bestimmten Zeitraums (meistensbinnen eines Jahres) erbracht wird.

DDAX

Abkürzung für „Deutscher Aktien Index“ – Berechnngsgrundlage sind die gewichteten Kurse der 30 größten (nach Börsenkapitalisierung und Börsenumsatz) deutschen Aktiengesellschaften.

DDEBT / EBITDA-Verhältnis

Wichtige Kenngröße in der Unternehmenssteuerung;sie wird ermittelt, indem die Finanzverbindlichkeiten (Debt) des Unternehmens zum Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) und anderer nicht zahlungswirksamer Aufwendungenins Verhältnis gesetzt werden.

DDividende

Anteil am Gewinn einer Gesellschaft. Der auszuscüttende Gewinn, geteilt durch die Anzahl der ausstehenden Aktien, ergibt die Dividende pro Aktie, die in der Regel einmal im Jahr ausgeschüttet wird. Die Aktionäre erhalten sie in Form einer Barzahlung, in Aktien oder Sachwerten.

EEBIT (Earnings before interest and taxes)

Operatives Ergebnis vor Zinsen und Steuern. Es wrd gewöhnlich für die Beurteilung der Ertragssituation eines Unternehmensherangezogen. Damit ist das EBIT das operative Ergebnis vor dem Finanz- und damit dem Beteiligungsergebnis.

EEBITDA (Earnings before interest, taxes, depreciation and amortization)

Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibngen. Entspricht dem operativen Cash Flow vor Steuern.

FForderungslaufzeiten (Days sales outstanding, DSO)

Kennzahl, die angibt, nach wie vielen Tagen eineForderung im Durchschnitt beglichen wird. Je kürzer die Forderungslaufzeit, desto niedriger ist die Zinsbelastung für den Kreditor und damit umso geringer das Risiko des Forderungsausfalls

FFree Cash Flow

Operativer Cash Flow nach Nettoinvestitionen in achanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen, vor Akquisitionenund Dividenden.

FFree Float

Englische Bezeichnung für „Streubesitz“. Der Fre Float gibt den Aktienanteil einer Gesellschaft an, der nicht in festem Besitz und theoretisch frei zum Handel verfügbar ist.

KKommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA)

Gesellschaftsform mit eigener Rechtspersönlichket (juristische Person), bei der mindestens ein Gesellschafter (der persönlich haftende Gesellschafter oder Komplementäraktionär) den Gesellschaftsgläubigern unbeschränkt haftet und die übrigen (Kommanditaktionäre) an dem in Aktien zerlegten Grundkapitalbeteiligt sind, ohne persönlich für die Verbindlichkeiten der Gesellschaft zu haften.

MMarktkapitalisierung

Der Gesamtmarktwert aller im Umlauf befindlichenAktien einer Gesellschaft berechnet durch Anzahl der Aktien, multipliziert mit dem Börsenkurs.

NNennwertlose Aktie

Aktie, die ohne Nenn- bzw. Nominalwert emittiertwird.

NNet Operating Profit Adjusted for taxes (NOPAT)

EBIT abzüglich der Ertragsteuern. Das NOPAT bescreibt den Gewinn, den das Unternehmen im Falle einer reinen Eigenkapitalfinanzierung erwirtschaften würde. Es berücksichtigt im Gegensatz zum EBIT nicht die Steuerersparnisse, die ein Unternehmen aufgrund hoher Schulden erzielt.

OOperative Marge

Operatives Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern(EBIT) im Verhältnis zum Umsatz.

RRating

Das Rating ist eine auf den internationalen Kapitalmärktenanerkannte Einstufung der Kreditwürdigkeit eines Unternehmens. Es wird von unabhängigen Ratingagenturen wie z. B. Standard & Poor’s oder Moody’s auf Basis einer Unternehmensanalyse publiziert.

RReturn on equity (ROW)

Die Eigenkapitalrendite zeigt den Ertrag eines Uternehmens im Verhältnis zum Eigenkapital.

RReturn on invested capitaL (ROIC)

Rendite auf das eingesetzte bereinigte Kapital enes Unternehmens bzw. NOPAT, geteilt durch das durchschnittlich investierte Kapital. Das investierte Kapital umfasst das Umlauf- und Anlagevermögen zuzüglich der kumulierten Abschreibungen auf den Firmenwert (Goodwill), abzüglich der Barmittel, geldnahen Werte, aktiven latenten Steuern, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (einschließlich derer gegenüber verbundenen Unternehmen), Rückstellungen und sonstigen Verbindlichkeiten (einschließlich Steuerrückstellungen).

RReturn on operating assets (ROAA)

EBIT geteilt durch das durchschnittliche Betriebvermögen. Das Betriebsvermögen umfasst Barmittel und geldnahe Werte, Forderungen (einschließlich derer an verbundene Unternehmen), Vorräte, im Voraus geleistete Zahlungen und sonstiges Umlauf sowie Anlagevermögen, abzüglich aktiver latenter Steuern und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (einschließlich derer gegenüber verbundenen Unternehmen).

RRezession

Eine Phase, in der das Wirtschaftswachstum mindetens zwei Quartale leicht negativ verläuft oder stagniert. Eine ausgeprägte Form der Rezession ist die Depression.

SSarbanes-Oxley Act (SOX)

Gesetz für Unternehmen und deren Wirtschaftsprüfr, das die Verbesserung der Rechnungslegung zum Ziel hat. Die Erweiterung von Vorschriften bei der Finanzberichterstattung und deninternen Kontrollsystemen soll das Vertrauen von Aktionären und anderen Interessengruppen in die Unternehmen stärken. Dabei nimmt das Gesetz die Unternehmensleitung hinsichtlich der Vollständigkeit und Richtigkeit der Angaben stärker in die Pflicht. Die neuen und erweiterten Regelungen gelten für alle an einer US-Börse gelisteten Unternehmen.

SSecurities and exchange commission (SEC)

US-Wertpapier- und Börsenaufsichtsbehörde.

SStamm- und Vorzugsaktien

Das Grundkapital der Gesellschaft ist eingeteiltin Stamm- und Vorzugsaktien, beide sind Inhaberaktien. Vorzugsaktien sind nicht stimmberechtigt, bieten jedoch eine höhere Dividende als Stammaktien; zu dem hat die Ausschüttung der Mindest-dividende für Vorzugsaktien Vorrang vor der Ausschüttung einer Dividende für Stammaktien.

UUmsatz

Gesamte Geldeinkünfte, die ein Unternehmen aus sinen Aktivitäten, z. B. dem Verkauf von Produkten und / oder Dienstleistungen, erzielt.

UUS-GAAP (United States Generally Accepted Accounting Principles)

US-amerikanische Grundsätze ordnungsmäßiger Rechungslegung.

VVolatilität

Kursschwankung eines Wertpapiers bzw. einer Währng. Oftmals wird diese in Form der Standardabweichung aus der Kurshistorie bzw. implizit aus einer Preissetzungsformel berechnet.

WWorking Capital

Kennzahl, die sich aus dem Umlaufvermögen abzüglch kurzfristiger Verbindlichkeiten errechnet. Je höher das Working Capital, umso gesicherter die Liquidität des Unternehmens.

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