05.5
Anmerkungen zum Konzernabschluss
20. MARKTRISIKO
Die Gesellschaft ist Marktrisiken aus der Veränderung von Zinssätzen und Wechselkursen ausgesetzt. Zur Steuerung der Risiken aus Zinssatz- und Wechselkursänderungen tritt die Gesellschaft im Rahmen der von der persönlich haftenden Gesellschafterin festgelegten Limite in verschiedene Sicherungsgeschäfte mit Banken einwandfreier Bonität ein. Die Gesellschaft verwendet Finanzinstrumente nicht für spekulative Zwecke.
Die Gesellschaft hat Richtlinien für die Risikobeurteilung und für die Kontrolle des Einsatzes von derivativen Finanzinstrumenten festgelegt. Sie beinhalten eine klare Trennung der Verantwortlichkeiten in Bezug auf die Ausführung auf der einen und die Abwicklung, Buchhaltung und Kontrolle auf der anderen Seite.
MANAGEMENT DES WÄHRUNGSRISIKOS
Die Gesellschaft führt ihre Geschäfte weltweit in verschiedenen Währungen, wobei sie jedoch hauptsächlich in Deutschland und in den USA tätig ist. Für die Finanzberichterstattung ist der US-Dollar die Berichtswährung. Daher beeinflussen Wechselkursänderungen zwischen dem US-Dollar und den lokalen Währungen, in denen die Jahresabschlüsse der ausländischen Tochtergesellschaften erstellt werden, die im Konzernabschluss dargestellte Finanz- und Ertragslage.
Die Fremdwährungsrisiken der Gesellschaft ergeben sich aus Transaktionen wie Käufen und Verkäufen in fremder Währung. Die Gesellschaft fakturiert die Verkäufe von in ihren europäischen Produktionsstätten hergestellten Produkten an internationale Geschäftseinheiten überwiegend in Euro. Dadurch werden die Tochtergesellschaften der Gesellschaft Wechselkursänderungen zwischen dem Euro und den Währungen ausgesetzt, in denen sie ihre lokalen Geschäftstätigkeiten durchführen. Zur Sicherung der bestehenden oder zu erwartenden Transaktionsrisiken setzt die Gesellschaft Devisentermingeschäfte und in geringem Umfang Devisenoptionen ein. Es ist ein von der Gesellschaft konsequent verfolgter Grundsatz, diese derivativen Finanzinstrumente ausschließlich zur Absicherung der Währungsrisiken einzusetzen. Zum 31. Dezember 2008 waren keine Devisenoptionen im Bestand.
Im Zusammenhang mit Konzerndarlehen in fremder Währung tätigt die Gesellschaft in der Regel Devisenswapgeschäfte. Dadurch wird sichergestellt, dass aus konzerninternen Darlehen in fremder Währung keine Wechselkursrisiken entstehen.
Marktwertänderungen von Devisenterminkontrakten, die als Cash Flow Hedges für geplante Wareneinkäufe und -verkäufe bestimmt und geeignet sind, werden erfolgsneutral im Eigenkapital (Kumuliertes Übriges Comprehensive Income (Loss)) abgegrenzt. Diese Beträge werden in der Folgezeit zeitgleich mit den Ergebniswirkungen der abgesicherten Transaktion in der Gewinn- und Verlustrechnung als Aufwendungen zur Erzielung der Umsatzerlöse erfasst. Zum 31. Dezember 2008 wurden Gewinne nach Steuern in Höhe von 9.534 US-$ (12.491 US-$ vor Steuern) erfolgsneutral im Eigenkapital abgegrenzt und werden überwiegend im Geschäftsjahr 2008 erfolgswirksam in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht. Im Jahr 2008 gliederte die Gesellschaft realisierte Gewinne nach Steuern von 2.452 US-$ (3.296 US-$ vor Steuern) in die Gewinn- und Verlustrechnung um, die zuvor erfolgsneutral im Eigenkapital abgegrenzt waren.
Zum 31. Dezember 2008 betrug das Nominalvolumen der Devisenterminkontrakte zur Absicherung von Transaktionsrisiken aus dem operativen Geschäft 543.911 US-$ mit einem Marktwert von 21.227 US-$.
Im Zusammenhang mit Konzerndarlehen in fremder Währung tätigte die Gesellschaft Devisenswapgeschäfte mit einem Nominalvolumen von 285.932 US-$ und einem Marktwert von -7.191 US-$ per 31. Dezember 2007. Für diese Devisenswapgeschäfte wird kein Hedge Accounting angewendet. Dementsprechend werden die einzelnen Devisenterminkontrakte als Vermögensgegenstände oder Verbindlichkeiten bilanziert und deren Marktwertänderungen erfolgswirksam gebucht, so dass sich diese mit den gegenläufigen Marktwertänderungen der zugrunde liegenden Konzerndarlehen in fremder Währung ausgleichen.
Zum 31. Dezember 2008 hatte die Gesellschaft Devisenkontrakte mit einer maximalen Laufzeit von 25 Monaten im Bestand.
Die Gesellschaft ist dem Risiko ausgesetzt, dass die Vertragspartner bei derivativen Finanzinstrumenten ihre Leistungsverpflichtungen nicht erfüllen. Es wird jedoch nicht erwartet, dass Vertragspartner ihren Verpflichtungen nicht nachkommen, da es sich bei den Vertragspartnern um Banken handelt, deren Bonitätseinstufung im Allgemeinen mindestens der Kategorie „A“ entspricht. Das gegenwärtige Kreditrisiko der Gesellschaft aus Devisenterminkontrakten ergibt sich aus den Kontrakten, die zum Berichtszeitpunkt einen positiven Marktwert haben. Am 31. Dezember 2008 betrug das Kreditrisiko der Währungsderivate 53.631 US-$.
MANAGEMENT DES ZINSRISIKOS
Die Gesellschaft setzt Finanzderivate, vor allem Zinsswaps, ein, um sich durch den Tausch von variablen Zinsen in Festzinssätze gegen Zinsänderungsrisiken aus variabel verzinsten kurz- und langfristigen Krediten abzusichern.
Die Gesellschaft ist dem Risiko ausgesetzt, dass die Vertragspartner bei derivativen Finanzinstrumenten ihre Leistungsverpflichtungen nicht erfüllen. Es wird jedoch nicht erwartet, dass Vertragspartner ihren Verpflichtungen nicht nachkommen, da es sich bei den Vertragspartnern um Banken handelt, deren Bonitätseinstufung im Allgemeinen mindestens der Kategorie „A“ entspricht. Das gegenwärtige Kreditrisiko der Gesellschaft aus Zinsswaps ergibt sich aus den Kontrakten, die zum Berichtszeitpunkt einen positiven Marktwert haben. Zum 31. Dezember 2008 hatte keine dieser Kontrakte einen positiven Marktwert, daher trug die Gesellschaft kein Kreditrisiko aus Zinsderivaten.
CASH FLOW HEDGES FÜR VARIABEL VERZINSLICHE FINANZSCHULDEN
Die Gesellschaft nutzt als Cash Flow Hedges klassifizierte Zinsswaps um einen Großteil der überwiegend in US-Dollar zu leistenden variablen Zinszahlungen, die im Rahmen der Kreditvereinbarung 2006 fällig sind, in fixe Zinszahlungen umwandeln. Diese Swap-Vereinbarungen, die zu verschiedenen Terminen zwischen 2009 und 2012 auslaufen, haben einen Nominalwert von 2.850.000 US-$. Durch Zinsswaps wird der Großteil der in US-Dollar zu leistenden variablen Zinszahlungen aus der Kreditvereinbarung 2006 in fixe Zinszahlungen aus der Kreditvereinbarung 2006 in fixe Zinszahlungen zu einem durchschnittlichen Zinssatz von 4,37 % zuzüglich einer bestimmten Marge umgewandelt. Zum 31. Dezember 2008 wurden Verluste nach Steuern in Höhe von 91.573 US-$ (148.913 US-$ vor Steuern) erfolgsneutral im Eigenkapital (Kumuliertes Übriges Comprehensive Income (Loss)) abgegrenzt. Die aus den Swap-Vereinbarungen resultierenden Zinsverbindlichkeiten und Zinsforderungen werden abgegrenzt und als Anpassung des Zinsaufwands erfasst.
FAIR VALUE HEDGES FÜR FESTVERZINSLICHE FINANZSCHULDEN
Zur Sicherung des Marktwerts von Teilen des festverzinslichen Fremdkapitals hat die Gesellschaft als Fair Value Hedges klassifizierte US-Dollar Zinsswaps abgeschlossen. Diese Zinsswaps wandeln in US-Dollar zu leistende Festzinszahlungen für die genussscheinähnlichen Wertpapiere des Fresenius Medical Care Capital Trust II (siehe Anmerkung 11) in variabel verzinste Zahlungen um. Da die Kontraktspezifikationen der Zinsswaps identisch sind mit den Konditionen der genussscheinähnlichen Wertpapiere der Fresenius Medical Care Capital Trust II, ist die Sicherungsbeziehung wirksam und das Jahresergebnis wurde nicht durch eine Ineffektivität dieser Sicherungsgeschäfte beeinflusst. Die Zinsswaps werden zum Marktwert in der Bilanz erfasst. Der entsprechende Anteil der gesicherten, festverzinslichen genussscheinähnlichen Wertpapiere wird zum Buchwert einschließlich einer Wertkorrektur für die zinsinduzierte Marktwertänderung ausgewiesen. Marktwertänderungen von Zinsswaps und genussscheinähnlichen Wertpapieren gleichen sich in der Gewinn- und Verlustrechnung aus. Zum 31. Dezember 2008 war der Medical Care Capital Trust II zurückgezahlt und als Fair Value Hedges klassifizierte US-Dollar Zinsswaps waren ausgelaufen.








