02.2
Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
VERMÖGENSLAGE
Unsere Bilanzsumme hat sich im Berichtsjahr erhöht, und auch die Vermögenslage hat sich 2008 erneut verbessert. In den wesentlichen Bilanzkennzahlen spiegeln sich das nachhaltige Wachstum und der geschäftliche Erfolg unseres Unternehmens wider.
BILANZ UND VERMÖGENSLAGE
Die Bilanzsumme des Konzerns ist im Jahresvergleich um 5 % von 14,17 Milliarden US-Dollar auf 14,92 Milliarden US-Dollar gestiegen. Zu konstanten Wechselkursen hätte das Wachstum bei 7 % gelegen.
Das Anlagevermögen erhöhte sich um 4 % (währungsbereinigt + 5 %) und belief sich zum Jahresende 2008 auf 10,71 Milliarden US-Dollar. Das entspricht etwa 72 % der Konzernbilanzsumme, was leicht unter dem Vorjahresniveau von 73 % liegt. Die absolute Erhöhung des Anlagevermögens ist im Wesentlichen auf Investitionen in Sachanlagen, den Erwerb von Lizenz- und Distributionsrechten für die Vermarktung und den Vertrieb von Galenica Ltd´s und Luipold Pharmaceutical, Inc.´s intravenös zu verabreichende Eisenpräparaten zurückzuführen. Im Zuge dieses Erwerbs haben sich die Werte der unter den immateriellen Vermögensgegenständen ausgewiesenen Lizenz- und Vertriebsvereinbarungen erhöht. Weitere Information erhalten Sie im Abschnitt „Für den Geschäftsverlauf wesentliche Ereignisse“.
Das Anlagevermögen beinhaltet Firmenwerte („glossary ID not found: 147“) in Höhe von 7,31 Milliarden US-Dollar, die hauptsächlich im Zusammenhang mit dem Erwerb der Renal Care Group im Jahr 2005 sowie der Gründung von Fresenius Medical Care im Jahr 1996 entstanden sind. Die leichte Erhöhung des Goodwill gegenüber dem Vorjahreswert in Höhe von 7,25 Milliarden US-Dollar resultiert aus den im Berichtsjahr getätigten Akquisitionen, leicht gegenläufig wirkten sich Wechselkurseffekte aus.
Die Sachanlagen erhöhten sich im Berichtsjahr um 9 % auf 2,24 Milliarden US-Dollar, und zwar vor allem aufgrund von Investitionen von 687 Millionen US-Dollar abzüglich Abschreibungen in Höhe von 368 Millionen US-Dollar und Währungsumrechnungseffekten von 68 Millionen US-Dollar. Nähere Informationen dazu finden Sie im Abschnitt „Investitionen und Akquisitionen“.
Das Umlaufvermögen stieg um 9 % auf 4,21 Milliarden US-Dollar (13 % zu konstanten Wechselkursen). Der Anstieg resultierte überwiegend aus gestiegenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie aus einem Aufbau der Rechnungsabgrenzungsposten, des sonstigen Umlaufvermögens und der Vorräte.
Zum Ende des Geschäftsjahres 2008 erhöhten sich die Vorräte im Konzern um 11 % auf 707 Millionen US-Dollar. Währungsbereinigt entsprach dies einem Anstieg um 15 %. Dieser Anstieg erfolgte zum einen im Zuge der Erweiterung unserer Produktionskapazitäten im Laufe des Jahres. Im vergangenen Jahr waren aufgrund von Kapazitätsengpässen die Bestände reduziert und im Laufe des Jahres wieder normalisiert worden. Zum anderen haben wir im Zusammenhang mit dem Erwerb der Lizenz für intravenös zu verabreichende Eisenpräparate Bestände aufgebaut.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen im Geschäftsjahr 2008 um 7 % auf 2,18 Milliarden US-Dollar. Währungsbereinigt entsprach das einer Erhöhung um 13 %. Dieser Anstieg lag über dem Umsatzwachstum von 9 % im Geschäftsjahr 2008 und spiegelt sich in einer Erhöhung der Forderungslaufzeiten wider. Weitere Informationen erhalten Sie im Abschnitt „Finanzlage“.
EIGENKAPITALBASIS 2008 WEITER GESTÄRKT
Auf der Passivseite der Bilanz erhöhte sich das Eigenkapital um 7 % auf 5,96 Milliarden US-Dollar, nach 5,58 Milliarden US-Dollar im Jahr 2007. Dieser Anstieg war insbesondere bedingt durch den Jahresüberschuss von 818 Millionen US-Dollar und Zuflüsse aus der Ausübung von Aktienoptionen in Höhe von 42 Millionen US-Dollar. Gemindert wurde die Eigenkapitalbasis um die Zahlung der Dividende für das Geschäftsjahr 2007 in Höhe von 252 Millionen US-Dollar und durch Währungsumrechnungseffekte von 171 Millionen US-Dollar. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich im Jahr 2008 leicht um einen Prozentpunkt auf 40 %.
Das Fremdkapital lag bei 8,96 Milliarden US-Dollar, nach 8,60 Milliarden US-Dollar im Vorjahr. Die Finanzverbindlichkeiten betrugen 5,74 Milliarden US-Dollar (2007: 5,64 Milliarden US-Dollar), davon entfielen 1,14 Milliarden US-Dollar auf kurzfristige Finanzverbindlichkeiten (2007: 974 Millionen US-Dollar). Die mittel- bis langfristigen Finanzverbindlichkeiten beliefen sich auf 4,60 Milliarden US-Dollar, nach 4,67 Milliarden US-Dollar im Jahr 2007. Von den Finanzverbindlichkeiten sind 80 % in US-Dollar aufgenommen, nach 77 % im Vorjahr.
Im Konzern bestehen keine Rückstellungen, die von wesentlicher Bedeutung sind. Bei der größten Einzelrückstellung in Höhe von 115 Millionen US-Dollar handelt es sich um eine Rückstellung aufgrund des Vergleichs zur endgültigen Beilegung der Gläubigeranfechtungsforderungen sowie aller weiteren sich aus dem Insolvenzverfahren von W.R. Grace ergebenden Rechtsangelegenheiten im Zusammenhang mit der National Medical Care-Transaktion im Jahr 1996. Wir verweisen hierzu auch auf Anmerkung 18 im Finanzbericht.
| Grafik 02.2.6 | Bilanzstruktur – Aktiva |
| Grafik 02.2.7 | Bilanzstruktur – Passiva |
Eine ausführliche Darstellung finden Sie im Konzernabschluss im Finanzbericht








