02.1

Geschäftstätigkeit und Rahmenbedingungen

Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten Geschäftsverlauf

Fresenius Medical Care blickt einmal mehr auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Wir konnten uns bei allen zentralen Steuerungsgrößen erneut verbessern und haben neue Bestmarken bei Umsatz und Ertrag erzielt. Unsere ambitionierten Ziele für das Jahr 2008 haben wir damit erreicht und teilweise sogar übertroffen. und dies, obwohl sich die allgemeinen Rahmenbedingungen teilweise deutlich verändert und partiell auch verschlechtert haben. So wurde beispielsweise unser operatives Geschäft mehr als sonst üblich von den starken Wechselkursschwankungen belastet.

Das Geschäftsjahr 2008 verlief für Fresenius Medical Care sehr erfolgreich. Zu Beginn des Jahres hatten wir noch mit einem Umsatz von etwa 10,4 Milliarden US-Dollar gerechnet, 7 % mehr als im Jahr 2007. Tatsächlich erreicht haben wir 2008 sogar einen Umsatzzuwachs von 9 % auf mehr als 10,6 Milliarden US-Dollar; damit lagen wir über der angestrebten Zielmarke.

Beim Jahresüberschuss hatten wir Anfang 2008 mit einem Wert zwischen 805 und 825 Millionen US-Dollar gerechnet. Das hätte einem Zuwachs von 12 % bis 15 % gegenüber dem vergleichbaren Wert 2007 entsprochen. Letztlich belief sich der Jahresüberschuss im vergangenen Geschäftsjahr auf 818 Millionen US-Dollar (+ 14 %) und lag damit im oberen Bereich der von uns avisierten Bandbreite. Wie erwartet traten im Jahr 2008 keine Einmaleffekte auf.

Die effektive Steuerquote betrug im Berichtsjahr 36,6 % und entwickelte sich damit besser als von uns prognostiziert. Die erwartete kontinuierliche Entwicklung der Dividende spiegelt sich in unserem Dividendenvorschlag wider: Vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung wird die Dividende je Stammaktie um 7 % auf 0,58 Euro steigen. Weitere Informationen zum Dividendenvorschlag finden Sie im Abschnitt „Dividende“.

Für Investitionen und Akquisitionen hatten wir zu Jahresbeginn zusammengenommen etwa 800 Millionen US-Dollar bis 1 Milliarde US-Dollar vorgesehen, davon ungefähr 650 bis 750 Millionen US-Dollar für Investitionen und der verbleibende geringere Betrag für Akquisitionen. Insgesamt haben wir entsprechend unseren Planungen im vergangenen Geschäftsjahr 891 Millionen US-Dollar für Investitionen und Akquisitionen aufgewendet, davon 673 Millionen US-Dollar für Investitionen und 218 Millionen US-Dollar für Akquisitionen.

Der operative Cash Flow sollte, getragen von der Ergebnisentwicklung und dem weiterhin guten Forderungsmanagement, im Zielbereich von 10 % des Umsatzes liegen. Im Geschäftsjahr 2008 belief sich der operative Cash Flow auf 1,02 Milliarden US-Dollar, was 10 % des Umsatzes und damit unseren Erwartungen entsprochen hat.

Der Verschuldungsgrad (Debt / EBITDA-Verhältnis) sollte nach unseren Planungen bis zum Jahresende 2008 auf einen Wert von unter 2,8 sinken. Diese Vorgabe hatten wir sogar schon im dritten Quartal erreicht. Zum Ende des Geschäftsjahres betrug das Debt / EBITDA-Verhältnis 2,69.

Die Zahl der Mitarbeiter (durchschnittlich Vollzeitbeschäftigte) von Fresenius Medical Care erhöhte sich von 61.406 Mitarbeitern zum Jahresende 2007 auf 64.666 zum Jahresende 2008 und erreichte damit fast die erwartete Zahl von 65.000. Zu der Steigerung trugen das weiterhin starke organische Wachstum des Dialyse-Dienstleistungsgeschäfts in allen Regionen sowie zahlreiche Akquisitionen in Europa und Asien bei.

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung - mit denen wir die Zukunftsfähigkeit von Fresenius Medical Care stärken und fördern - lagen mit 80 Millionen US-Dollar im Rahmen unserer Erwartungen. Generell zeichnet sich der Bereich der Dialyseprodukte durch die konstante Weiterentwicklung von bestehenden Produktgruppen aus. Details hierzu finden Sie im Abschnitt „Forschung und Entwicklung“.

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im Berichtsjahr war zunächst von einem moderaten Anstieg in der ersten Jahreshälfte und darauf folgend von deutlichen Abschwächungstendenzen gekennzeichnet. Per saldo verzeichneten alle wichtigen Regionen noch Zuwächse beim Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr. In den Schwellenländern wuchs die Wirtschaft stärker als in den für uns - gemessen an ihrem Anteil am Umsatzvolumen - wichtigsten Märkten USA und Europa. Das Dialysegeschäft von Fresenius Medical Care ist jedoch von den konjunkturellen Entwicklungen weniger stark abhängig als andere Branchen. Der Dialysemarkt hat sich unseren Erwartungen entsprechend positiv entwickelt: Das Marktvolumen stieg um circa 5 %, und die Zahl der Patienten wuchs um circa 7 %. Bei der Verteilung der Dialysepatienten nach Behandlungsmethoden waren gegenüber dem Vorjahr keine wesentlichen Änderungen zu verzeichnen. Die Hämodialyse blieb die mit Abstand wichtigste Behandlungsmethode bei chronischem Nierenversagen.

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