02.1
Geschäftstätigkeit und Rahmenbedingungen
FÜR DEN GESCHÄFTSVERLAUF WESENTLICHE EREIGNISSE
AKQUISITIONEN UND DESINVESTITIONEN
Unsere Investitionsstrategie hat sich im vergangenen Geschäftsjahr nicht geändert. Mit dem Ausbau unseres Kliniknetzes und der Erweiterung unserer Produktionskapazitäten haben wir verstärkt in künftiges Wachstum investiert. In 2008 haben wir insgesamt 218 Millionen US- Dollar für Akquisitionen aufgewendet, die gesamten Investitionen lagen bei 673 Millionen US-Dollar. Einzelne Akquisitionen und Desinvestitionen spielten hierbei eine untergeordnete Rolle.
KOOPERATIONEN
Wir haben im Juli 2008 zwei gesonderte und unabhängige Lizenz- und Vertriebsvereinbarungen für die Vermarktung und den Vertrieb von Galencia Ltd.’s und Luitpold Pharmaceuticals, Inc.’s intravenös verabreichten Eisenpräparaten Venofer und Ferinject zur Dialysebehandlung in den USA und in bestimmten Staaten in Europa und im Mittleren Osten abgeschlossen. Die Medikamente werden zur Behandlung von Blutarmut bei Dialysepatienten eingesetzt. Venofer ist das weltweit umsatzstärkste Eisenpräparat. Die Verträge umfassen alle entsprechenden Aktivitäten für die beiden Produkte auf dem Gebiet der Dialyse und traten am 1. Januar 2009 in Kraft. Auf der Grundlage des auf zehn Jahre abgeschlossenen Vertrags für Nordamerika wird Luitpold die Produkte für Fresenius Medical Care produzieren. Die Vermarktung der Produkte auf anderen medizinischen Gebieten verbleibt in der alleinigen Verantwortung von Galenica und seinen bisherigen Partnern. Das Marktvolumen für intravenös zu verabreichende Eisenpräparate wird weltweit für das Jahr 2008 auf über 800 Millionen US-Dollar geschätzt. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt „Dialysemedikamente“.
GESCHÄFTSUMFELD
Das Geschäftsumfeld sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen, die für unser Geschäft von besonderer Relevanz sind, sind im Jahr 2008 weitgehend unverändert geblieben. Eine Sondersituation ergab sich in den USA beim Medikament Heparin, einer Substanz, die bei Dialysepatienten zur Hemmung der Blutgerinnung eingesetzt wird. Im Februar 2008 begann einer der Anbieter von Heparin, die US-amerikanische Gesellschaft Baxter, damit, das Produkt nach Verunreinigungen in ihrem Produktionsprozess vom Markt zu nehmen. Der verbliebene alleinige Anbieter des Produkts, die Gesellschaft APP Pharmaceuticals, erhöhte in den folgenden Monaten die Preise für Heparin deutlich. Die gehobenen Preise wurden nicht über höhere Erstattungssätze ausgeglichen, sodass sich die gestiegenen Einkaufspreise für unsere Kliniken unmittelbar negativ auf die Ertragslage bzw. unsere Marge ausgewirkt haben.
In Portugal wurde mit Beginn des zweiten Quartals ein
neues Vergütungsmodell eingeführt. Die neue Komplettvergütung
ist ein integrierter und qualitätsorientierter
Ansatz, der eine Reihe von Dialysedienstleistungen und
-produkten bündelt und die erfolgreiche Einführung eines
integrierten Disease-Management-Modells voraussetzt.
Damit sollen gleichzeitig eine umfassendere Versorgung
der Patienten, Qualitätsverbesserungen und eine Effizienzsteigerung
des Gesundheitssystems erreicht werden.
Fresenius Medical Care rechnet damit, dass die Vergütungsrate
mit den neu eingeschlossenen Leistungen
deutlich steigen wird. Weitere Informationen sind im
Abschnitt
„Neue Kostenerstattungsmodelle“
enthalten.
FAZIT
Im Geschäftsjahr 2008 sind keine weiteren wesentlichen Ereignisse eingetreten, die das operative Geschäft oder die rechtliche Struktur von Fresenius Medical Care besonders stark beeinflusst haben. Fresenius Medical Care hat seine außerordentlich positive Entwicklung im vergangenen Geschäftsjahr fortgesetzt und weist für das Berichtsjahr neue Rekordwerte bei Umsatz und Ertrag auf. Dazu haben alle Regionen und Segmente beigetragen.








