01.3

Bericht des Aufsichtsrats

Im Mittelpunkt der Beratungen des Aufsichtsrats standen im abgelaufenen Jahr 2008 die langfristigen strategischen Zielsetzungen des Unternehmens, die regionalen Wachstumskonzepte, die technischen Entwicklungsmöglichkeiten der Dialysebehandlung und die Erweiterung der geschäftlichen Aktivitäten im Bereich der Pharmazeutika bei der Dialysebehandlung, sowie die Stellung des Unternehmens vor dem Hintergrund der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung.

IM EINZELNEN

Der Aufsichtsrat hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr ausführlich mit der Lage und den Perspektiven des Unternehmens und verschiedenen Sonderthemen befasst sowie die ihm nach Gesetz und Satzung zugewiesenen Aufgaben wahrgenommen. Wir haben die Geschäftsführung des Unternehmens, d.h. den Vorstand der persönlich haftenden Gesellschafterin, bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und die Geschäftsführung der Gesellschaft im Rahmen unserer Verantwortung als Aufsichtsrat der Kommanditgesellschaft auf Aktien überwacht. Die Geschäftsführung unterrichtete uns in schriftlichen und mündlichen Berichten regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle maßgeblichen Fragen der Geschäftspolitik sowie der Unternehmensplanung und Strategie, über den Gang der Geschäfte, über die Rentabilität, die Lage des Konzerns sowie über die Risikosituation und das Risikomanagement. Wir haben wieder wie in den vergangenen Jahren die wirtschaftliche Entwicklung der Akquisitionen der Vorjahre überprüft und mit den Planungen und Prognosen im Zeitpunkt der jeweiligen Akquisitionen verglichen.

SITZUNGEN

Im Geschäftsjahr 2008 fanden vier Aufsichtsratssitzungen statt. Kein Aufsichtsratsmitglied hat an weniger als der Hälfte der Sitzungen teilgenommen. Zwischen den Sitzungen sind schriftliche Informationen erteilt worden; mehrfach hat der Aufsichtsrat in Telefonkonferenzen eilbedürftige Themen erörtert. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats hat ferner zwischen den Sitzungen engen Kontakt mit dem Vorstand der persönlich haftenden Gesellschafterin gehalten. Der Aufsichtsrat hat auch im Berichtsjahr wiederum die Tradition fortgesetzt, leitende Mitarbeiter bei der Präsentation ausgewählter Themen kennenzulernen.

SCHWERPUNKTE DER BERATUNGEN IM AUFSICHTSRAT

Der Aufsichtsrat hat sich im Jahre 2008 mehrfach mit der patentrechtlichen Situation der Gesellschaft befasst, insbesondere auch vor dem Hintergrund der Auseinandersetzungen mit den Wettbewerbern Gambro und Baxter.

Der Aufsichtsrat hat wiederum in einer eineinhalbtägigen Strategiesitzung im Herbst gemeinsam mit der Geschäftsführung über die mittel- und langfristigen Perspektiven der Gesellschaft beraten. Im Mittelpunkt stand dabei die Heimdialyse, und zwar sowohl die Weiterentwicklung der technologischen Grundlagen für diese wie auch die Dienstleistungen rund um die Heimversorgung.

Der Aufsichtsrat hat mit dem Vorstand die mittel- und langfristigen Entwicklungschancen in den verschiedenen Regionen erörtert und sich über die – oftmals landesspezifischen – Situationen der Kostenerstattung durch öffentliche Träger und private Versicherer berichten lassen.

DIE TÄTIGKEIT DES PRÜFUNGS- UND CORPORATE GOVERNANCE-AUSSCHUSSES

Der Prüfungs- und Corporate Governance-Ausschuss, dem Herr Dr. Walter L. Weisman vorsitzt, tagte im Berichtsjahr insgesamt vier Mal in Sitzungen und hielt mehrere Telefonkonferenzen ab. Er befasste sich mit dem Jahres- und dem Konzernabschluss, dem Gewinnverwendungsvorschlag und dem Bericht 20-F für die amerikanische Securities and Exchange Commission (SEC). Der Prüfungs- und Corporate Governance-Ausschuss hat sich von der Unabhängigkeit des Abschluss- und Konzernabschlussprüfers überzeugt, den Prüfungsauftrag an ihn erteilt, die Honorarvereinbarung mit ihm getroffen und die Prüfungsschwerpunkte mit ihm erörtert und festgelegt. Vertreter des Abschlussprüfers haben an allen Sitzungen des Prüfungs- und Corporate Governance-Ausschusses teilgenommen und dabei jeweils über ihre Prüfungstätigkeit bzw. die prüferische Durchsicht der Quartalsabschlüsse berichtet.

Die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems und das Risikomanagement bei der Gesellschaft wurden mehrfach erörtert. Die KPMG ag Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat im Rahmen der Abschlussprüfung Struktur und Funktion des Risikomanagements geprüft und nicht beanstandet. Über größere Einzelrisiken hat der Vorstand der persönlich haftenden Gesellschafterin periodisch Bericht erstattet. Der Vorstand der persönlich haftenden Gesellschafterin hat dem Ausschuss ferner jeweils über die Compliance-Situation der Gesellschaft regelmäßig, d.h. in allen ordentlichen Sitzungen des Prüfungs- und Corporate Governance-Ausschusses Bericht erstattet.

Im Jahr 2008 hat sich der Prüfungs- und Corporate Governance-Ausschuss erneut intensiv mit dem internen Kontrollsystem nach dem Sarbanes-Oxley Act („SOX 404“) bei der Gesellschaft befasst. Die Gesellschaft hat am 12. Februar 2009 den uneingeschränkten Prüfungsvermerk der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, für die Umsetzung der Regelungen von SOX 404 im Geschäftsjahr 2008 erhalten.

Gegenstand der Prüfungen des Prüfungs- und Corporate Governance-Ausschusses waren auch wieder die rechtlichen und geschäftlichen Beziehungen der Gesellschaft zur Fresenius se bzw. mit ihr verbundener Unternehmen. Hier konnte jeweils bestätigt werden, dass diese Beziehungen solchen zwischen fremden Dritten („at arms’ length“) entsprechen.

Der Prüfungs- und Corporate Governance-Ausschuss hat jeweils den Gesamtaufsichtsrat vom Ergebnis seiner Beratungen unterrichtet.

GEMEINSAMER AUSSCHUSS

Der nach der Satzung der Gesellschaft in 2006 eingerichtete Gemeinsame Ausschuss, dessen Zustimmung für bestimmte wesentliche Transaktionen und bestimmte Rechtsgeschäfte zwischen der Gesellschaft und der Fresenius se bzw. mit ihr verbundener Unternehmen erforderlich ist, hat im Jahre 2008 nicht getagt, da keine zustimmungspflichtigen Geschäfte getätigt wurden.

CORPORATE GOVERNANCE

Der Aufsichtsrat hat sich mit der Überprüfung seiner Effizienz und dem Informationsaustausch zwischen dem Vorstand der persönlich haftenden Gesellschafterin und dem Aufsichtsrat und zwischen dem Aufsichtsrat und dem Prüfungs- und Corporate Governance-Ausschuss befasst. Beanstandungen haben sich hierbei nicht ergeben.

Der Prüfungs- und Corporate Governance-Ausschuss tagt regelmäßig im Anschluss an seine Präsenzsitzungen gemeinsam mit Vertretern des Abschlussprüfers ohne Anwesenheit von Mitgliedern des Vorstands der persönlich haftenden Gesellschafterin.

In seiner Sitzung vom 18. November 2008 hat der Aufsichtsrat die Entsprechenserklärung der Gesellschaft nach §161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex erörtert und beschlossen. Die Entsprechenserklärung gilt in der auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemachten Fassung vom Dezember 2008. Die Ausnahmen von den Empfehlungen des Kodex betreffen unverändert nur die (fehlende) Altersgrenze für Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder, ferner die Vergütung des Aufsichtsrats, bei der auf einen erfolgsorientierten Bestandteil verzichtet wird.

JAHRES- UND KONZERNABSCHLUSS

Der Jahresabschluss der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA und der Lagebericht wurden nach den regeln des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellt, der Konzernabschluss und Konzernlagebericht in Übereinstimmung mit den „International Financial Reporting Standards“ (IFRS). Die Buchführung, der Jahresabschluss und der Lagebericht für die Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA sowie der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für die Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA, jeweils für das Geschäftsjahr 2008, wurden durch die durch Beschluss der Hauptversammlung vom 20. Mai 2008 zum Abschlussprüfer gewählte und vom Prüfungs- und Corporate Governance-Ausschuss des Aufsichtsrats beauftragte KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (vormals firmierend als KPMG Deutsche Treuhandgesellschaft Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft), Frankfurt am Main, geprüft; sie sind jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers lagen dem Prüfungs- und Corporate Governance-Ausschuss sowie dem Aufsichtsrat vor. Der Prüfungs- und Corporate Governance-Ausschuss hat unter Berücksichtigung der Prüfungsberichte des Abschluss- und Konzernabschlussprüfers und in Gesprächen mit diesem den Jahres- und den Konzernabschluss und die Lageberichte geprüft und hierüber dem Aufsichtsrat Bericht erstattet.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns, sowie den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht, jeweils für das Geschäftsjahr 2008, auch seinerseits geprüft. Die Unterlagen wurden ihm rechtzeitig zugeleitet. Mit dem Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses sowie des Konzernabschlusses durch den Abschlussprüfer erklärt sich der Aufsichtsrat einverstanden. Auch nach dem abschließenden Ergebnis der eigenen Prüfung durch den Aufsichtsrat, der ebenso wie der Prüfungs- und Corporate Governance-Ausschuss die Vertreter des Abschluss- und Konzernabschlussprüfers, die die Prüfungsberichte unterzeichnet haben, hierzu selbst angehört hat, sind gegen den Jahresabschluss und den Lagebericht der Gesellschaft sowie gegen den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat billigte in der Sitzung vom 18. Februar 2009 den von der persönlich haftenden Gesellschafterin vorgelegten Jahresabschluss und Lagebericht der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA für das Jahr 2008. In dieser Sitzung ist auch der Entwurf des Berichts gemäß Form 20-F zur Einreichung bei der Securities and Exchange Commission (SEC) erörtert worden, der neben anderen Angaben den Konzernabschluss und Konzernlagebericht in Übereinstimmung mit den US-amerikanischen Rechnungslegungsgrundsätzen („U.S. Generally Accepted Accounting Principles“, US GAAP) mit dem US-Dollar als Berichtswährung beinhaltet. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht sind vom Aufsichtsrat in seiner Sitzung vom 12. März 2009 gebilligt worden. Der Aufsichtsrat hat dem Gewinnverwendungsvorschlag der persönlich haftenden Gesellschafterin zugestimmt, der eine Dividende von 0,58 Euro für Stammaktien und von 0,60 Euro für Vorzugsaktien vorsieht.

ABHÄNGIGKEITSBERICHT

Die persönlich haftende Gesellschafterin Fresenius Medical Care Management AG hat gemäß §312 AktG für das Geschäftsjahr 2008 einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgestellt. Der Bericht enthält die Schlusserklärung der persönlich haftenden Gesellschafterin, dass die Gesellschaft bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen nach den Umständen, die der persönlich haftenden Gesellschafterin zum Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder die Maßnahmen getroffen oder unterlassen worden sind, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat und dadurch, dass Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden ist. Der Aufsichtsrat und der Prüfungs- und Corporate Governance-Ausschuss haben den Bericht geprüft. Sie teilen die Auffassung des Abschlussprüfers, der diesen Bericht am 12. Februar 2009 mit folgendem Bestätigungsvermerk versehen hat:

„Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass (1) die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, (2) bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war, (3) bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch die persönlich haftende Gesellschafterin sprechen.“

Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands der persönlich haftenden Gesellschafterin sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz und für die im Jahre 2008 geleistete engagierte Arbeit.

Dr. Gerd Krick (Foto)

Bad Homburg v.d.H, den 12. März 2009

Dr. Gerd Krick (Grafik Unterschrift)

Der Aufsichtsrat
Dr. Gerd Krick

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