über QUALITÄTSGENERIERUNG

Dr. Gail-Suzanne Brown
Bereichsleiterin
Forschung und Entwicklung
bei Fresenius Medical Care

WIE FRESENIUS MEDICAL CARE
BEREITS BEI DER ENTWICKLUNG
VON PRODUKTEN DEN PATIENTEN IN
DEN MITTELPUNKT STELLT.

G. Brown

Unseren Bereichen sagt man ja oft nach, sie hätten ihre eigene individuelle Sichtweise. Ich kann das allerdings so nicht bestätigen. Bei uns in der Forschung und Entwicklung ist der Patient stets der Mittelpunkt aller Bemühungen. Produkte zu schaffen, die seine Lebensqualität verbessern, die sicher sind, die bessere Behandlungen ermöglichen: das ist der Ansatz. Ist das bei Ihnen nicht ähnlich – steht nicht auch bei Ihnen der Patient im Mittelpunkt?

W. Wehmeyer

Ja, das ist im Marketing genauso. Bei uns geht es um Kundenwünsche – und zu unseren Kunden zählen ja neben Kliniken und Ärzten auch die Patienten selbst – und Marktmechanismen. Hm, das klingt jetzt sehr technisch. Wissen Sie, eigentlich ist Träumen unser Job. Uns treibt die Frage um, was ein ideales Produkt aus Sicht unserer Kunden wäre, und um die Antwort auf diese Frage zu finden, träumen wir eben gern – und werden ungeduldig, wenn der Markt eine Innovation verlangt und es aus unserer Sicht zu lange dauert, bis sie fertig wird.

G. Brown

Und wir sind die, die sagen, was technologisch machbar ist. Wir in der Forschung und Entwicklung kommen eher von der wissenschaftlichen und ingenieurmäßigen Seite, haben aber natürlich auch das Ohr am Markt. Allerdings geben wir ein neues Produkt erst dann in den Markt, wenn es ausgereift und damit sicher ist. Aber letztlich denken wir doch beide an das Wohl des Patienten ...

W. Wehmeyer

Unbedingt. Denn unser Erfolg hängt mittel- und langfristig immer mit dem Fortschritt aus Sicht des Patienten zusammen. Schließlich geht es um das Kostbarste, was er hat: sein Leben – und seine Lebensqualität.

G. Brown

Und die zu verbessern, daran arbeiten wir ständig. Das hat auch etwas mit der Zuverlässigkeit der Maschinen zu tun und mit dem Vertrauen, das unsere Patienten deshalb der Behandlung zu Recht entgegenbringen. Unsere Maschinen sind heute schon so konstruiert, dass sie – wenn sie Autos wären – nur alle 200.000 Kilometer zum Kundendienst müssten, also nicht einmal ein Sechstel so oft wie Autos heute. Aber wissen unsere Kunden das? Kommunizieren wir Ihnen das eigentlich klar genug?

W. Wehmeyer

Ich denke schon. Die meisten haben bei der Anwendung unserer Produkte ja auch langjährige Erfahrung und konnten sich schon selbst davon überzeugen, dass die Qualität unserer Maschinen unübertroffen ist.

G. Brown

Dann müssen wir natürlich noch erreichen, dass wir diese Art von Qualität zu marktfähigen Preisen herstellen. Ich glaube, das gelingt uns aber gut: Im Augenblick können wir sagen, wir sind die Besten der Welt – bei der Qualität selbst und beim Verhältnis zwischen Kosten und Qualität.

W. Wehmeyer

Aber darauf wollen und können wir uns nicht ausruhen ...

G. Brown

Nein, auf keinen Fall! Es ist ja nicht so, dass es nichts mehr zu verbessern gäbe: Am liebsten wäre uns doch, wenn der Patient von der Dialyse gar nichts merken würde. Bis dahin ist es allerdings noch ein weiter Weg. Aber die Stationen, die vor uns liegen, die sind uns sehr klar. Da geht es um bessere Verträglichkeit und darum, dass die Maschinen die Behandlung automatisch an den jeweiligen Patienten anpassen.

W. Wehmeyer

Wichtig ist natürlich auch, dass die Produkte auf der ganzen Welt gleich gut funktionieren: in armen Ländern, in denen es - gerade in entlegenen Gebieten - oft nicht genug Krankenschwestern gibt, oder in Gebieten mit Wassermangel und schlechter Wasserqualität ebenso wie in reichen Ländern. Der Patient hat auf der ganzen Welt das Recht darauf, hohe Ansprüche an uns zu haben.

G. Brown

Da wären wir wieder bei der Qualität. Die gibt es natürlich nicht umsonst. Unser Aufwand, diese Qualität sicherzustellen und zu verbessern, ist enorm.

W. Wehmeyer

Die Kunden honorieren sie aber auch – indem sie unsere Produkte und Dienstleistungen kaufen. Sie wissen, dass schlechte Qualität Folgekosten erzeugt, wenn auch häufig zunächst unmerklich. Aber irgendwann schlägt schlechte Qualität zurück wie ein Bumerang.

G. Brown

... und der Patient leidet. Aber dass dies passiert, lassen wir nicht zu.

W. Wehmeyer

Darauf verlassen sich unsere Kunden. Und dafür arbeiten all unsere Teams, ob in der Forschung und Entwicklung, in der Produktion oder im Marketing.

Foto schallisolierter Raum
Qualität hört man nicht: In einem schallisolierten
Raum wird gemessen, mit welcher Geräuschintensität
ein Dialysatorbauteil arbeitet. Je leiser die Maschinen,
desto angenehmer die Behandlung für den Patienten.
Foto Wolfgang Wehmeyer
Wolfgang Wehmeyer
Bereichsleiter Internationales
Marketing und Medizin bei
Fresenius Medical Care
unser FAZIT

Unser wichtigstes Anliegen ist die Gesundheit unserer Patienten.
Die Verbesserung ihrer Lebensqualität durch die stetige Optimierung
der Dialysebehandlung ist deshalb unser langfristiges Ziel.

– unser Beitrag –

AUFWENDUNGEN FÜR
FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
IM JAHR 2008
80 MILLIONEN US-$

MITARBEITER IM BEREICH
FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
WELTWEIT
415

PATENTE UND
PATENTANMELDUNGEN
IM JAHR 2008
2.402

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie ab Seite 76.

Kapitel Qualitätsgenerierung (Foto)

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